22/June/2019
Besuch Nr. 37 in Kilchberg, Steinweidstrasse 7



MITWIRKENDE:

Sybille Diethelm, Sopran
Fabienne Romer, Klavier



PROGRAMM:

Meinrad Lienert - Plangliedli, Lanzigliedli, Herbstliedli, Heiwehliedli

Volkmar Andreae:
Die alte Schwyzer / S'Gspüslis Auge

Friedrich Niggli:
Plange / Spinnerliedli / Schelmeliedli / Dr Chorber

Gustav Haug:
Obedstärnli / Heiweh

Walter Lang:
Lanzig

Walter Schulthess:
Summerszyt, o Summerszyt

Felix Pfirstinger:
s Obedstärnli / Inukerli

Gottfried Bohnenblust:
Plange

Heiner Vollenwyder:
Lanzig / Im Schatte

Ferdinand Oskar Leu:
Heiweh / s'Marieli goht goh schloiffele

Hans Jelmoli:
Dr Gartegottes / Die himlisch Chilbi / He, guoten Obed

KONZERTBERICHT:

Bloss ein kleiner Hügel liegt zwischen der hektischen, pulsierenden Stadt Zürich und Katharinas neuem Zuhause: In ihrer Wohnung herrscht friedliche Ruhe. Altehrwürdige Bäume säumen den Garten, Vögel pfeifen munter. Die Gastgeberin und ihre Schwester stecken eifrig in den letzten Vorbereitungen für unser Konzert und die anschliessende Feier. Das Buffet ist aufgebaut. Verlockend schauen sie aus, die vielen kleinen Köstlichkeiten. Der Flügel steht stolz mitten im grosszügigen Wohnzimmer. Er ächzt unter dem Gewicht der Klavierauszüge und Liedersammlungen, die sich auf seinem Deckel türmen. Dies lässt erahnen: In Katharinas Leben spielt Musik eine wichtige Rolle. Zuoberst liegt ein Album mit Duetten von Felix Mendelssohn. Spontan beschliessen wir, die Zugabe nicht zu zweit, sondern zu dritt zu musizieren.

Wir spielen unser momentanes Lieblingsprogramm: Eine Auswahl an Vertonungen von Meinrad Lienerts Mundartlyrik. Dem Publikum sind die Lieder stets unbekannt und wir erwarten immer voll Spannung, wie das Schweizerdeutsche Kunstlied ankommt. Was wir nicht wussten: An diesem Abend sitzt eine Reihe von Zürcher Germanisten im Publikum. Studienkollegen unserer Gastgeberin. Für sie ist Meinrad Lienert durchaus ein bekannter Name. Einmal mehr können wir unsere Zuhörer für die Schwyzer-deutschen Lieder begeistern, was uns sehr freut! Für die Überraschung des Abends sorgt Katharina, als sie sich am Ende unseres Programmes zu uns an den Flügel stellt und mit uns das Duett „Ich wollt’ meine Lieb ergösse sich“ von Felix Mendelssohn singt.

Wir verliessen die hübsche Wohnung, nachdem wir uns am Buffet gestärkt und ein wenig mit den Gästen geplaudert hatten. Und wir sind uns sicher: Katharinas Fest ging zu diesem Zeitpunkt erst richtig los...

SD Juni 2019