09/April/2017
Besuch Nr. 16 in Zürich, Käferholzstrasse 18



MITWIRKENDE:

Jeannine Hirzel, Sopran
Edward Rushton, Klavier



PROGRAMM:

Robert Schumann (1810-1856): Liederkreis op. 24
Claude Debussy (1862-1918): Trois chansons de Bilitis
Clara Schumann (1819-1896): Sechs Lieder op. 13
Francis Poulenc (1899-1963): Banalités

KONZERTBERICHT:

Es war ein sehr heisser Frühsommernachmittag, und viele Nachbarn, Freunde der Gastgeber und deren Kinder sind aus der neuen Siedlung hinter dem Bucheggplatz erschienen, um sich mit kühler Musik zu laben. Als ich nach den Chansons de Bilitis aufstand, um mich mit Jeannine zu verbeugen warten die ersten drei Reihen, wo die zahlreichen Kinder sassen, plötzlich leer. Debussy ist glaube ich definitiv nichts für Minderjährige, und schon gar nicht dieser Zyklus voller subtiler Erotik. Die Kinder sind aber nachher immer wieder in die Stube für ein paar Lieder aufgetaucht, und waren für die vielen Chips uns sonstigen leckeren Häppchen und Getränke in voller Stärke dabei.
Mit einigen älteren Menschen im Publikum entfachte sich ein Gespräch darüber, dass wir zwecks Verständlichkeit die Liedtexte hätten abdrucken müssen. Ich habe versprochen, meine Meinung, dass wir in unserem Verein weder die finanziellen noch die zeitlichen Resourcen haben, um Programmblätter mit den Texten vorzubereiten und zu verteilen, zu überdenken. Ich hätte gedacht, dass die mündliche Einführung in den Konzerten, sowie die klare Diktion unserer SängerInnen genügen würden, um die Inhalte ausreichend verständlich zu vermitteln. Ich würde aber gern Ihre Meinung, liebe BlogleserInnen, zu diesem - und anderen Themen, wenn Sie wollen - hören! Sie können mir unter info@besuchderlieder.net schreiben.

ER, Juni 2017