18/March/2018
Besuch Nr. 25 in Schaffhausen, Weinsteig 60



MITWIRKENDE:

Jeannine Hirzel, Sopran
Edward Rushton, Klavier



PROGRAMM:

Gustav Mahler (1860-1911):
Um schlimme Kinder artig zu machen (Des Knaben Wunderhorn)
Frühlingsmorgen (Richard Leander)
Erinnerung (Richard Leander)
Ablösung im Sommer (Des Knaben Wunderhorn)
Das irdische Leben (Des Knaben Wunderhorn)
Wer hat dies Liedlein erdacht (Des Knaben Wunderhorn)
                
Alexander von Zemlinsky (1871-1942):
Sechs Gesänge nach Gedichten von Maurice Maeterlinck op. 13
- Die drei Schwestern
- Die Mädchen mit den verbundenen Augen
- Lied der Jungfrau
- Als ihr Geliebter schied
- Und kehrt er einst heim
- Sie kam zum Schloss gegangen
                    
Alma Mahler (1879-1964):
Fünf Lieder (1899-1901)
- Die stille Stadt (Richard Dehmel)
- In meines Vaters Garten (Otto Erich Hartleben)
- Laue Sommernacht (Otto Julius Bierbaum)
- Bei dir ist es traut (Rainer Maria Rilke)
- Ich wandelte unter Blumen (Heinrich Heine)

Arnold Schönberg (1874-1956):
Aus den Brettlliedern (1901)
- Der genügsame Liebhaber (Hugo Salus)
- Galathea (Frank Wedekind)
- Mahnung (Gustav Hochstetter)
- Einfältiges Lied (Hugo Salus)
- Jedem das Seine (Colly)

KONZERTBERICHT:

Eine Wohngemeinschaft in einer herrlichen alten Villa mit vielen kleinen Kindern erwartete uns in Schaffhausen. Meine eigenen zwei Mädchen im Alter von fünf und sieben Jahren waren auch mit von der Partie. Dieses Setting machte mich zugegebenermassen sehr nervös.
Die eigene Unsicherheit wurde aber schnell überschattet von einer langen und intensive Suche nach dem passenden Stuhl für den Pianisten. Das Ergebnis war ein Kindertisch mit einem Schaf-Fell drauf (s.Foto). Jetzt konnte es los gehen!
Das Programm mit Gustav und Alma Mahler, Alexander von Zemlinsky und Arnold Schönberg (übrigens eine Kombination von Komponistinnen und Komponisten mit mehreren sinnlichen Verbindungen) war intensiv, lustig, anspruchsvoll und verlockte die Zuhörer dazu, in den ungewohnten Harmonien zu versinken. Es war die gleiche Liedzusammenstellung wie beim Besuch 24 in Zürich. Der Apéro nach dem Konzert und die vielen rumwuselnden Kinder machten Lust auf eine Wiederholung des Besuchs der Lieder an diesem wunderbaren Ort.

JH, März 2018